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Die Insel neu gedacht!

Das Areal des Urfahraner Jahrmarktgeländes bietet für die zukünftige urbane Entwicklung eine einmalige Möglichkeit, und deutet darauf hin, dass dieses Areal einer der lebendigsten Flußstandorte von Linz sein könnte.

 

Um dieses Potential in Zukunft zu stärken, schlagen wir einen freien Platz mit urbanem Charakter vor, welcher die Beziehung von Ort, Platz, Ufer und Donau vielfältig thematisiert. Die Entwicklung dieses Gebietes soll sich dabei aber nicht nur auf das Einfügen von zusätzlichen Programmen konzentrieren, sondern auch die Schaffung eines lebenswerten, städtischen Mikroklimas beinhalten und Überhitzungen minimieren. Dieser Ort soll sich das Donauufer wieder zurückerobern, nicht nur für die in Linz lebenden Menschen, sondern auch für diejenigen, die Linz besuchen.

Kees Christiaanse beschreibt den Prozess und die Entwicklung von städtebaulichen Konzepten auch mit dem Begriff der „Versöhnung!“

Im Städtebau ist die Integration von Entwurfsvision einerseits und evidenzbasierter,

wissenschaftlich fundierter Praxis andererseits, unausweichlich. Klima- und Umweltfragen, Bodenkonditionen, Sozialbewusstsein, Wirtschafts- und Stadtentwicklungspolitik usw., all diese Bereiche müssen miteinander verknüpft werden.

 

Die Fähigkeit zwischen Vision, Situation und Politik zu moderieren bildet dabei die Basis von Städtebau und Urban Design. Es geht nicht um eine Tabula-rasa-Lösung, sondern um eine Weiterentwicklung der Entwurfskonzepte und um eine behutsame Transformation des realen Stadtraums!

Wirtschaftliche, gesellschaftliche und umweltbezogene Veränderungen werden sich auf

das Verhältnis von Architektur und Wasser auswirken, daher untersuchen derzeit zahlreiche Städte Europas mit inspirierenden und visionären Projekten, welche raumplanerischen und „städtebaulichen“ Möglichkeiten, nichtgenutzte Areale an den Flußufern bieten können.                                               www.bauwelt.de, aus Bauwelt 6.2019, Kees Christiaanse